Den Ausgangspunkt für den Karate-Stil Shukokai bildet Meister Chojiro Tani.
Sensei Tani wurde 1921 in Kobe (Japan) geboren und begann in Kyoto unter Sensei Miyagi zunächst mit dem Goju-Ryu Karate. Nach der Graduierung zum 2. Dan wechselte er dann zum Stilbegründer des Shito-Ryu, Sensei Kenwa Mabuni, einem der größten Karatemeister. Nach dem Tod Mabunis im Jahre 1952 teilten sich seine Schüler in verschiedene Richtungen auf.

Die Technik des Shukokai

Shito Ryu Shukokai zeichnet sich vor allem durch besonders weiche und fließende Bewegungen aus. Im Vordergrund steht die Harmonisierung von Körper und Geist. Besondere Merkmale dieses Karatestils sind rasche Täuschungsmanöver und zahlreiche, Bein- Wurf- und Fegetechniken.
Tani Sensei war zudem sehr beeindruckt von der Wissenschaft der Körpermechanik und Bewegungslehre. So entwickelte er in seinen Studien traditionelle Shito-ryu-Tritt- und Schlagtechniken weiter und förderte die Effizienz im Bereich Schnelligkeit und Schlagkraft.
Insbesondere die bekannte „Shukokai-Doppelhüfte“, die den Schlägen eine enorme explosive Kraft verleiht, machen diesen Stil einzigartig. Shukokai Karate verknüpft erfolgreich die Dynamik und Schnelligkeit des Shito-ryu mit der Kraft und Stärke des Goju-ryu
Dabei wird streng darauf Wert gelegt, Kontrolle im Geiste und auch bei der Ausübung der Techniken zu wahren. Shukokai ist eine Ausbildung in Körpermechanik, die auch auf andere Sportarten übertragbar ist. Denn im Grunde genommen besteht kaum ein Unterschied dazwischen, einen Ball zu werfen, beim Tennis aufzuschlagen, einen Ball zu treten oder eben einen Schlag bzw. einen Tritt auszuführen.

Jeder Mensch kann Kämpfen, doch effektiv zu kämpfen, das ist das Hauptanliegen der Shukokai-Technik.
Um Shukokai zu erlernen muss man kein Talent oder besonders beweglich sein, durch das Bewusstwerden der Körpermechanik, kann jeder den bestmöglichen Nutzen erreichen. Jeder Shukokai-Schüler wird durch sein komplexes Wissen über den Körper sehr schnell in der Lage sein, sein Wissen an andere weiterzugeben.